[soon]: Without A Trace (2007) Book Cover [soon]: Without A Trace (2007)
Oscillatio
10.08.2007
www.soonmusic.net

Tracklist:

  1. Grown Apart
  2. Gone
  3. Without A Trace
  4. High Time
  5. A Step Forward
  6. Estrangement
  7. Scope For Freedom
  8. Nearly Fantasized
  9. My Ideas
  10. All I Wanted

Die Hamburger [soon] haben sich nicht lange auf den Lorbeeren ihres Debutalbums „End Isolation“ ausgeruht. Nur ein knappes Jahr nach Veröffentlichung ist bereits die zweite Platte der Viererbesetzung in den Läden eures Vertrauens erhältlich.

„Without A Trace“ heißt die Scheibe, die 100%igen Gothic Rock für die anbieten, die immer noch nicht genug davon haben. Im Hause [soon] wechseln sich atmosphärisch melodiöse Songs mit kraftvollen, aber stets noch emotionalen Nummern ab und so hat der Gothic Rocker von heute kaum Probleme, diese Scheibe mehrmals anzuhören. Liebhaber anderer Musikrichtungen werden sich hier eher gelangweilt aufs Sofa verkrümeln und den Fernseher anschalten.

Harte Gothic Rock Gitarren werden in den Vordergrund gerückt, wobei die Melodien natürlich nicht untergehen dürfen und das tun sie auch nicht. So sind die Songs durchweg hörbar und auch markant, aber so richtig wollen sie bei mir zumindest nicht hängen bleiben. Sänger Eric hat ein starkes und gefühlvolles Organ, das sich wunderbar zur Musik ergänzt, doch verliert es mit der Zeit an Pfeffer.

Dennoch hat „Without A Trace“ das Prädikat „abwechslungsreich“ verdient. Rockig-gotische Nummern wie „Gone“, „My Ideas“ oder auch „A Step Forward“ haben einen eingängigen Charakter, hauen mich aber nicht vom Hocker. Viel schöner und passender sind dagegen Lieder wie „Nearly Fantasized“, bei denen der Gesang mehr im Vordergrund steht und dadurch auch besser zur Geltung kommt. Mehr davon wäre besser. Wer auf Gothic Rock steht und noch nicht genug hat, für den ist „Without A Trace“ ein gefundenes Fressen.

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Kristin Hofmann
Kristin Hofmann, das schnurrende Fotokatzl, ist uns von den Elbwiesen zwischen Nightwish und Lacrimas Profundere im Fotograben irgendwie zugelaufen. Das „Spätzchen“ fährt in der Regel nicht die Krallen aus, voll auf weißblaue Vierräder ab und hat die anderen sechs Nerdzwerge zwischen Datenkraken, Mediendschungel und Hexadezimal im Blinzelwettbewerb längst platt gemacht. Schnurrbart steht ihr übrigens nicht so gut wie DocMartens, aber irgendwas is’ ja immer. Bitte nicht füttern!