Larceny: Into Darkness (2015) Book Cover Larceny: Into Darkness (2015)
Melodic Death Metal
SAOL
30.04.2015
www.larceny.de

Tracklist:

  1. Intro
  2. Detour To Hell
  3. Afterlife
  4. Into Darkness
  5. No Surrender
  6. Limbus
  7. Hold The Last Light
  8. I Will Rise
  9. Gunpowder Night
  10. My Fall
  11. End Of Lies

 

Manchmal ist es nicht einfach eine Platte zu rezensieren. Vor allem die adäquaten Worte dafür zu finden. Beim zweiten Album „Into Darkness“ von Larceny gestaltet es sich schwieriger als gedacht.

Zum einen ist der gute melodische Death Metal mit einer ordentlichen Kante Thrash versehen, ein hauch schwarzen Anstrich und kann auch mit fetten Riffs aufwarten (`Detour To Hell` sei als Beispiel genannt). Zum anderen fällt der Gesang ein wenig negativ ins Gewicht, denn an manchen Stellen des Albums wirkt er von komisch bis hin zu nervig.

Bei ´Afterlife` und dem Titeltrack ist es besonders auffällig. Des Weiteren ist auch die Produktion nicht das Gelbe vom Ei. Die Instrumente klingen untereinander versetzt und das führt dazu, dass das Album blutleer und kalt wirkt. Es gibt Alben, da funktioniert sowas, aber diese Art von Musik verlangt nach mehr Leben. Ich bin mir sicher, wenn gewisse Fehler nicht wären, würden gute Songs wie `Detour To Hell`, `No Surrender`, `Hold The Last Light` oder `I Will Rise` noch nach mehr Kraft strotzen und mächtig Arsch treten.

Aber sehen wir die Sache mal positiv und optimistisch: Auch wenn die Band bereits seit mehr als zehn Jahren existiert, hat man noch genug Zeit bei künftigen Alben sich weiterzuentwickeln und sich zu verbessern. Es ist erst das zweite Album (wobei es 2014 noch die EP „Gunpowder Night“ gab) und somit noch Luft nach oben.

Bei „Into Darkness“ hält sich aufgrund der genannten Punkte die Waage. Das Album ist definitiv keine Rohstoffverschwendung, aber leider auch keine Pflichtveranstaltung. Drei Sterne ist mir die Scheibe wert. Und wenn beim nächsten Album die kritischen Punkte bearbeitet wurden, können wir über einen vierten Stern reden. Vielleicht sogar einen fünften. Man muss ja auch einen Ansporn dafür haben…

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Michael Gerlinger
Bei Mike handelt es sich im Einzelnen um allerhand mittelfränkische Verhandlungsmasse, ein wahrer Gentleman, ein wahrer Poet Den Löwenanteil seiner irdischen Sternzeit fristet Metalmike, wie wir ihn nennen, auf 49°17`60" N, 10°33`34" O in der Multi Media Abteilung eines Glücksgefühl-Sortimentas. In den 90ern war Gentlemicha der erste, der sich “Musik ist (mein) Leben!” auf die Pommesgabel hat tätowieren lassen, deswegen reichte das Taschengeld auch nicht für ‘ne Baumpatenschaft. Weil Metalmike jeden Tag einen Clown frühstückt, sperren wir ihn in der Regel statt Jack in die Box und füttern ihn für den Rest des Tages hauptsächlich mit Rock- und Metalscheiben, von Weichspülern bis hin zum richtig steilen Zeug à la Mgla, Lifelover und Co.